Konzept des ökologischen Fußabdrucks

Der ökologische Fußabdruck eines Menschen ist ein Maß für die Fläche, die zur Bereitstellung aller Produkte und Dienstleistungen für diese Person notwendig ist. Zum persönlichen Fußabdruck zählt der Flächenbedarf für die Lebensmittelproduktion, die Mobilität, die Wohnfläche sowie andere Konsumgüter (wie z.B. Kleidung und Elektrogeräte), die ein Mensch in Anspruch nimmt.

(c) Wackernagel und Rees, 1997

Der ökologische Fußabdruck von Produkten

Wird der ökologische Fußabdruck für ein Produkt berechnet, gibt er die Fläche an, die zur Bereitstellung dieses Produktes benötigt wird. Einberechnet werden zum Beispiel bei Agrarprodukten die tatsächlich benötige (Acker-)Fläche, sowie die zusätzliche Fläche, die zur Bereitstellung der Energie für die Produktion von Düngemitteln, den Transport und Infrastruktur benötigt wird. So benötigt zum Beispiel die Produktion von biologischen Tomaten im Freiland nur ein Viertel der Fläche, die dieselbe Menge konventionell erzeugter Tomaten im Treibhaus benötigt. Denn das Treibhaus verbraucht Energie und Rohstoffe zu seiner Konstruktion und zum Betrieb (Heizung). Auch der Einsatz von Düngemitteln erhöht durch den hohen Energiebedarf für ihre Produktion den ökologischen Fußabdruck der Tomate beachtlich.

(c) Wackernagel und Rees, 1997