Geplant ist die Umsetzung eines ökonomischen Pilotprojekts in einer spezifischen Region, um Menschen – so hoffen wir – zur Einsicht verhelfen zu können, dass es sehr wohl Alternativen zum derzeitigen Wirtschaftssystem gibt.

FairNaWi versucht den Klein- und Mittelbetrieben in einer spezifischen Region, neue kooperative Handlungsmöglichkeiten und bessere Wirtschafts- und Lebensbedingungen zu ermöglichen. Regionalpolitisch könnte damit – im Sinne der Erfordernisse von nachhaltigem Wirtschaften – eine globalsolidarische, schrittweise Angleichung der Ressourcennutzung pro Kopf, die als Rahmen damit erstmals den ebenfalls schon lange angeprangerten Verlust an lebenswichtigen bioproduktiven Flächen und einen ausgewogen Umgang mit Biomasse im Sinne des ‚ökologischen Fußabdrucks’ fokussiert, erzielt werden.

Umgesetzt wird dies mit einem Maßnahmenpaket in folgenden drei Teilaspekten: Zeitgeld, Grundeinkommen in Zeitwährung und ökologischer Preisregelung.

Zeit als Geld

Die Zeitwährung ersetzt Transaktionen in Euro. Dabei entsprechen 10 Euro einer Stunde Arbeitszeit. Auf dem Zeitwährungskonto werden Käufe in Stunden statt in Euro abgerechnet. So kann ich z.B. für eine auf mein Zeitkonto gutgeschriebene Stunde Babysitten direkt Gemüse beim Biobauern kaufen.

Grund-einkommen

Am Anfang des Monats erhält jede*r teilnehmende*r Bürger*in einen gewissen Betrag an Zeitwährung gutgeschrieben. Damit können bei FairNaWi-Betrieben Produkte und Dienstleistungen gekauft werden.  So können die Menschen ihre Grundbedürfnisse befriedigen und die regionale Kaufkraft wird gestärkt.

Ökologische Preisregelung

Über den ökologischen Fußabdruck der gekauften Produkt wird der Ressourcenverbrauch bilanziert und für jedes Produkt in ERDpapieren angegeben. Benötigt man wegen eines ressourcenschonenden Lebensstils beim Einkaufen weniger ERDpapiere, als man am Beginn des Monats erhalten hat, bekommt man eine Gutschrift in Zeitgeld.